Regenbogenmakrele (Rainbow Runner)
Die Regenbogenmakrele ist ein schlanker, schneller Hochseefisch aus der Familie der Stachelmakrelen - kampfstark und eine der schmackhaftesten ihrer Familie.
Hinweis: Dieses Porträt beschreibt die Art mit Blick auf nordamerikanische Gewässer, wie auf der englischen Seite. Schonzeiten, Mindestmaße und Fangbestimmungen sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz Ländersache - maßgeblich sind die Vorgaben deines Bundeslandes bzw. Kantons und deines Gewässerbewirtschafters.
Überblick
Die Regenbogenmakrele (Rainbow Runner) ist ein schlankes, schnelles pelagisches Mitglied der Familie der Stachelmakrelen (Carangidae) und die einzige Art ihrer Gattung Elagatis. Angler schätzen sie als kampfstarkes Ziel für leichtes Gerät, und Köche zählen sie zu den schmackhaftesten Stachelmakrelen. Oft ist sie ein zufälliger, aber willkommener Fang beim Offshore-Schleppen auf Thunfisch und Goldmakrele.
Bestimmung
Auf einen schlanken, zigarrenförmigen Körper und eine tief gegabelte Schwanzflosse achten. Der Rücken ist dunkel blaugrün und geht in einen weißen Bauch über, gezeichnet von zwei schmalen, leuchtend blauen Streifen mit einem breiteren olivgelben Band dazwischen an jeder Flanke. Hinter Rücken- und Afterflosse sitzt jeweils ein kleines abgetrenntes Flösselchen (daher "bipinnulata"), ein thunfischartiges Merkmal, das bei Stachelmakrelen ungewöhnlich ist. Die Fische messen meist 60-90 cm, und große können über 90 cm lang und über 13,6 kg schwer werden.
Verbreitung & Lebensraum
Regenbogenmakrelen kommen weltweit in warmen tropischen und subtropischen Meeren vor. In US-Gewässern leben sie vor Florida, im Golf von Mexiko, in der weiteren Karibik, um Hawaii und in warmen Pazifikgewässern. Sie sind pelagisch und leben offshore, halten sich nahe Riffen, Strömungskanten, Tanglinien, Bojen, Fischsammlern (FADs) und Treibgut auf, meist dicht unter der Oberfläche.
Verhalten & Nahrung
Es sind schnelle, schwarmbildende Räuber des offenen Wassers, die kleine Fische, Tintenfische und Krebstiere jagen. Sie schließen sich häufig treibenden Objekten und größeren Hochseefischen an, auch Thunfischschwärmen. Als angriffslustige Fresser attackieren sie bereitwillig geschleppte Kunstköder und lebende Köder.
Beste Jahreszeiten
In den Tropen sind sie ganzjährig vorhanden. In US-Gewässern tauchen sie am verlässlichsten in den warmen Monaten auf, wenn die Oberflächentemperaturen steigen, mit der besten Aktion offshore im Sommer und Frühherbst.
So fängt man sie
Kleine Federköder, Zedernholzköder (Cedar Plugs), Blinker oder Skirt-Köder entlang von Strömungslinien und rund um Strukturen schleppen oder Pilker und lebende Köder auf Fische werfen, die unter Treibgut und Bojen stehen. Oft tauchen sie in Köderfächern für Thunfisch und Goldmakrele auf. Anfüttern nahe Offshore-Strukturen kann Schwärme direkt ans Boot holen.
Gerät & Montagen
Mittleres Spinn- oder Multirollengerät mit 9-18 kg Schnur passt gut zu ihnen und erhält den Drill. Sie haben keine schneidenden Zähne, daher reicht ein Stück Fluorocarbon-Vorfach von 14-23 kg, Stahl ist nicht nötig. Kleine Schlepp-Federköder, Metallpilker und lebende Sardinen oder Pilchards an Circle-Haken bringen alle Fänge.
Landen, Umgang & Zurücksetzen
Sie ziehen hart mit starken Fluchten, daher sie vor dem Anlanden ermüden lassen. Für den Tisch sofort ausbluten lassen und direkt auf Eis legen, denn wie beim Thunfisch lässt die Fleischqualität schnell nach, wenn nicht gekühlt wird. Zum Zurücksetzen den Umgang kurz halten und den Fisch wiederbeleben, indem man Wasser über seine Kiemen strömen lässt, bevor man ihn freigibt.
Speisequalität
Hervorragend, mit festem, sauberem Fleisch, das oft als Mischung aus Thunfisch und Stachelmakrele beschrieben wird. Roh als Sashimi oder Ceviche ist es großartig, ebenso gegrillt oder kurz angebraten. Zügiges Ausbluten und Kühlen macht einen großen Unterschied.
Häufige Fehler
Der größte Fehler ist, die Fische nicht schnell auszubluten und zu kühlen, was das feine Fleisch verdirbt. Angler tun sie außerdem als "nur noch eine Stachelmakrele" im Beifang ab oder fischen mit zu schwerem Gerät, das den Sport raubt.
Vorschriften & Naturschutz
Die Regenbogenmakrele wird von der IUCN als nicht gefährdet (Least Concern) eingestuft und gilt nicht als überfischt; sie wird nur leicht bewirtschaftet und hat in US-Gewässern oft keine eigene Fangbegrenzung. Immer die aktuellen Regeln des Bundesstaats und des Bundes im eigenen Angelgebiet prüfen. Vorsicht bei Ciguatera: Große Exemplare aus bekannten tropischen Brennpunkten in Teilen der Karibik und des Pazifiks können gelegentlich Ciguatera-Gift tragen, daher örtliche Warnhinweise beachten.