Hühnerleber
Hühnerleber ist das Geschenk des Supermarkts ans Welsangeln - blutreich, spottbillig und für Channel Catfish wie Katzenminze; ihr einziger Makel, das Abfallen vom Haken, hat drei Lösungen aus der Praxis.
Hinweis: Die englische Originalseite ist auf nordamerikanische Gewässer ausgerichtet. Schonzeiten, Mindestmaße, Köder- und Geräteverbote sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz Ländersache - maßgeblich sind die Vorgaben deines Bundeslandes bzw. Kantons und deines Gewässerbewirtschafters.
Wenige Köder haben einen Lebenslauf wie die bescheidene Schale Hühnerleber: ein paar Euro in jedem Lebensmittelladen, und Channel Catfish - die Blutduft lesen wie Schlagzeilen - stellen sich dafür an. Die ganze Kunst besteht darin, das weiche Zeug AM Haken zu halten, und Generationen von Uferingenieuren haben das mit Feinstrumpf, Drillingen und etwas Antrocknen in der Sonne gelöst.
Was man damit fängt
Ganz überwiegend Channel Catfish - der Signaturköder dieser Art; Zwergwelse mit Begeisterung; gelegentlich einen Blue Catfish und Karpfen.
Beschaffen & aufbewahren
Regal fünf, die billigste Schale; kalt halten und innerhalb von ein, zwei Tagen nach dem Öffnen verbrauchen (sie werden sauer und weich). Manche Angler pökeln Reste über Nacht in Salz - fester UND strenger: beides Verbesserungen.
So ködert man an
Das Arsenal zum Halten: (1) ein Drilling, in einen Lappen eingebettet, (2) ein Quadrat Feinstrumpf oder Ködernetz um einen Batzen gebunden ("Lebersäckchen"), (3) Stücke 20 Minuten in der Sonne antrocknen lassen, bevor man sie aufzieht. Laufblei-Montage, sanfter Pendelwurf.
Wann es sich lohnt
Bei Sommerabend-Ansitzen auf Channel Catfish, an besetzten Welsteichen, in trübem steigendem Wasser, wo der Duft regiert, und bei den ersten Welstouren von Kindern (die Aktion kommt schnell).
Praxistipps
Das Blut ist der Punkt - frische rote Leber schlägt blasse, ausgewaschene; alle 20 bis 30 Minuten neu beködern, weil der Duft nachlässt; sanft werfen (heftige Würfe spenden Leber an den Fluss).
Häufige Fehler
Einen weichen Batzen im Überkopfwurf abfeuern (weg), stundenlang ein ausgewaschenes Stück fischen und den Netztrick weglassen und dann dem Köder die Schuld geben.