Fetzenköder
Fetzenköder - frisch getöteter Fisch in Stücken - legt flussab eine Duftautobahn, der Channel Catfish, Streifenbarsche und große Hechte bis zu deinem Haken folgen; frischer heißt immer stärker.
Hinweis: Die englische Originalseite ist auf nordamerikanische Gewässer ausgerichtet. Schonzeiten, Mindestmaße, Köder- und Geräteverbote sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz Ländersache - maßgeblich sind die Vorgaben deines Bundeslandes bzw. Kantons und deines Gewässerbewirtschafters.
Für Fische, die mit der Nase jagen, schlägt nichts die echte Rundfunkdurchsage: Stücke fettiger Köderfische (Maifisch, Hering, Nasen - örtlich zulässige Arten), die Duft in die Strömung bluten. Channel Catfish haben ihren Ruf darauf gebaut, große Blue Catfish verlangen es, Streifenbarsche und Hechte nehmen es gern, und das Handwerk ist fast peinlich einfach: frischer Köder, scharfes Messer, Geduld.
Was man damit fängt
Channel- und Blue-Katzenwels (der Hauptakt), Streifenbarsche und Hybriden, Hechte durchs Eis (Totköderangeln ist europäischer Standard), Zwergwelse, sogar große Walleye auf Streifen.
Beschaffen & aufbewahren
Den Köderfisch dort, wo erlaubt, mit dem Wurfnetz oder der Angel AM Gewässer selbst fangen (am frischesten = stärkster Duft) oder gefrorenen Maifisch und Hering kaufen; welche Arten wie verwendet werden dürfen, ist unterschiedlich geregelt - die übliche Prüfung gilt. Auf Eis gehalten oder am selben Tag gefischt schlägt gefroren; gefroren schlägt gar nichts.
So ködert man an
Stücke von 2 bis 5 cm an kräftigen Haken (4/0 bis 8/0 Kreishaken für Welse) an Laufblei- oder Carolina-Montagen - den Fisch abziehen lassen, dann straffziehen (Kreishaken setzen sich selbst); Streifen mit flatterndem Zipfel zum Driften; Köpfe sind die Spezialität für große Blue Catfish.
Wann es sich lohnt
In Sommernächten auf Channel Catfish, im kalten Wasser auf Blue Catfish (die Trophäensaison des Winters), beim verankerten Streifenbarschangeln im Fluss und beim Totköderangeln auf Hecht mit Tip-ups unter dem Eis.
Praxistipps
ÖL ist die Währung - Maifisch und Skipjack fangen besser als magere Arten; einen ausgewaschenen Köder alle 30 bis 45 Minuten für frische Schnittkanten nachschneiden; die Strömung ist dein Verbündeter und verteilt die Fährte - wirf oberhalb des vermuteten Standplatzes.
Häufige Fehler
Alter, gefrierverbrannter Köder ohne Restduft, Haken tief im Stück vergraben (die Spitze frei lassen) und Ungeduld - Duftangeln zahlt dem Sitzenden, nicht dem Werfenden.