Maifisch-Fetzen
Frischer Maifisch in fettige, duftende Stücke geschnitten - vielerorts der Welsköder Nummer eins, der die örtliche Beute nachbildet und eine Duftspur legt, der die Welse folgen.
Hinweis: Die englische Originalseite ist auf nordamerikanische Gewässer ausgerichtet. Schonzeiten, Mindestmaße, Köder- und Geräteverbote sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz Ländersache - maßgeblich sind die Vorgaben deines Bundeslandes bzw. Kantons und deines Gewässerbewirtschafters.
Maifisch-Fetzen ist der Arbeitsköder auf Katzenwels in unzähligen Flüssen und Stauseen, und das aus gutem Grund: Er ist genau das, was die Welse ohnehin fressen, in mundgerechte, blut- und ölabgebende Stücke geschnitten, die Duft durchs Wasser senden. Wo lebender Maifisch ein Becken und ständige Pflege verlangt, braucht Maifisch-Fetzen nur eines: Frische. Ein Stück Maifisch an einer Grundmontage, das seine Öle in die Strömung abgibt, holt Channel- und Blue-Katzenwelse von weit her. Wo Maifisch die örtliche Beute ist, ist frisch geschnittener Maifisch kaum zu schlagen.
Was man damit fängt
Vor allem Channel- und Blue-Katzenwels, dazu Süßwassertrommler, Streifenbarsch und andere Duftfresser. Besonders Blue Catfish lieben fettigen Maifisch-Fetzen; Flathead-Welse nehmen gelegentlich sehr frischen Fetzen, bevorzugen aber deutlich lebenden Köder. Er entspricht in den meisten Maifischgewässern der Hauptbeute und ist damit erste Wahl überall dort, wo Welse und Maifische denselben See oder Fluss teilen.
Beschaffen & aufbewahren
Maifische frisch mit dem Wurfnetz fangen (Frische zählt am meisten - je frischer und fettiger, desto besser). Bald verwenden oder auf Eis bzw. gefroren halten; frisch fängt in der Regel besser als gefroren, aber gefrorener Maifisch funktioniert auch, wenn frischer nicht verfügbar ist. Schneidbrett und Messer griffbereit halten und die Stücke beim Angeln schneiden, damit der Köder frisch und saftig bleibt statt auszutrocknen.
So ködert man an
Den Maifisch in Stücke, Scheiben oder Filets schneiden, passend zum gewünschten Wels, und ein Stück fest auf einen kräftigen Kreishaken setzen, damit es Wurf und Biss übersteht. An einer Laufblei- oder Dreiwege-Grundmontage fischen, am Grund, wo sich der Duft sammelt und Welse ziehen. Größere Köder und der Kopf (fettig und zäh) für große Blue Catfish, kleinere Stücke für Channel Catfish.
Wann es sich lohnt
In den Hauptzeiten des Welsangelns in Flüssen und Stauseen, besonders auf Blue- und Channel-Katzenwels, und immer dann, wenn Maifisch die vorherrschende Beute ist. Er glänzt am Grund in Strömung oder an Strukturen, wo die Duftspur Fische zum Köder zieht. Besonders ergiebig sind die kühleren Monate, in denen sich die Welse auf Maifisch einschießen.
Praxistipps
Frisch und häufig schneiden, damit jeder Köder Duft abgibt, und die Stückgröße an den Fisch anpassen - große fettige Brocken für Trophäen-Blues, kleinere für Channel Catfish. Für große Welse den Kopf nehmen, da er zäh und fettig ist. Dort fischen, wo Strömung oder Struktur den Duft bündelt, und mit einem frischen Stück neu beködern, sobald ein Brocken seine Öle abgegeben hat.
Häufige Fehler
Ausgetrockneten, duftlosen Köder statt eines frischen Stücks fischen; ein für die anwesenden Welse zu großes oder zu kleines Stück wählen; einen Haken, der nicht kräftig genug ist, um Köder und Fisch zu halten; und die Strömung ignorieren - Fetzenköder wirkt über Duft, also zählt die Platzierung, an der sich dieser Duft ausbreitet.