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Start/Handwerk vom Fisch

Die Selbermach-Seite des Angelns.

Ans Angeln war immer eine Werkstatt angeschlossen: Angler druckten ihre Fänge, bevor es Kameras gab, gerbten die Häute, schnitzten die Köder und kochten am Ufer. Diese Handwerke sind günstig im Einstieg, nutzen das, was du ohnehin fängst, und geben einem Tag am Wasser ein zweites Leben an der Wand oder auf der Werkbank.

Eine Werkbank mit einem Gyotaku-Druck, Fischlederstücken und Handwerkzeug

Die Handwerke

Gyotaku - der japanische Fischdruck

Gyotaku - der japanische Fischdruck

Die japanische Kunst des 19. Jahrhunderts, den Fisch selbst auf Papier zu drucken - entstanden als Fangnachweis eines Anglers.

Das HandwerkDie direkte Methode: den Fisch trocken tupfen, eine dünne, gleichmäßige Schicht ungiftige Tusche oder Farbe auf eine Seite streichen, Reispapier darauflegen und von der Mitte nach außen sanft andrücken. Abheben - und du hast einen einmaligen Beleg des Fangs in Originalgröße, mit Flossen, Schuppen und allem. Das Auge wird danach von Hand eingemalt, traditionell der einzige Pinselstrich auf dem Blatt.

Gut zu wissenMit lebensmittelechten Tuschen (Sumi, oder zügig abgewaschenes Acryl) lässt sich der Fisch danach trotzdem ausnehmen und garen - der Druck und das Abendessen schließen einander nicht aus.

Daraus entstehen: Gerahmte Fangbelege, Trophäendrucke des persönlichen Rekords, T-Shirt-Drucke, Karten.

Fischleder

Fischleder

Häute von Lachs, Karpfen und Dorsch gerben sich zu erstaunlich festem, wunderschön strukturiertem Leder.

Das HandwerkHäute, die sonst im Müll landen, werden gereinigt, entschuppt und gegerbt - traditionell mit Gerbstoffen aus Tee oder Rinde, und es gibt auch Hobby-Sets. Fischleder ist dünn, aber aufs Gewicht gerechnet fester als Rindsleder, mit einem Schuppenmuster, das sich in keinen zwei Häuten wiederholt. Lachs gibt die klassische feine Struktur; Karpfen und Hecht geben kräftigere Muster.

Gut zu wissenDas Gerben zu Hause mit Tee oder Rinde ist langsam, aber einfach; gewerbliche Sets arbeiten mit stärkerer Chemie - halt dich genau an das Datenblatt. Die Haut eines einzigen großen Lachses ergibt ein Portemonnaie.

Daraus entstehen: Portemonnaies, Kartenetuis, Uhrarmbänder, Einlagen für Messerscheiden, Schmuck.

Schuppen- und Knochenarbeit

Schuppen- und Knochenarbeit

Kleine, geduldige Handarbeiten aus den Teilen, die niemand aufhebt.

Das HandwerkGroße Schuppen von Karpfen oder Tarpon trocknen zu durchscheinenden Scheiben, die in Ohrringen, Blütenbildern und als Schmuck auf Fliegendosen verwendet werden. Gereinigte Otolithen (Gehörsteine) sind natürliche Kuriositäten - jede Art hat ihre eigene Form. Ketten aus Wirbeln waren die ursprüngliche Perlenkette der Fischerdörfer.

Gut zu wissenAlles gründlich auskochen und trocknen. Otolithen von einem denkwürdigen Fang ergeben in einem kleinen Rahmen ein stilles, großartiges Andenken.

Daraus entstehen: Ohrringe und Anhänger, gerahmte Kuriositäten, Deckelbilder für Fliegendosen.

Treibholz und Muscheln

Treibholz und Muscheln

Die Strandhälfte des Hobbys - was das Wasser zurücklässt.

Das HandwerkAus Treibholz werden Rutenhalter, Lampenfüße, Bilderrahmen und Trägerplatten für Gyotaku-Drucke. Muscheln von einem Küstenausflug werden zu Windspielen und Mosaiken auf Köderboxen. Es kostet nichts und passt natürlich zu Brandungs- und Uferangeltagen, an denen der Biss auf sich warten lässt.

Gut zu wissenSpül Treibholz in Süßwasser und trockne es vollständig, bevor du es ins Haus bringst. Prüf die örtlichen Regeln zum Sammeln in Schutzgebieten - in Nationalparks und Naturschutzgebieten ist die Entnahme in der Regel untersagt.

Daraus entstehen: Rutenhalter, Lampen, Rahmen für Drucke, Windspiele.

Köder- und Netzhandwerk

Köder- und Netzhandwerk

Das Gerät selbst herstellen - das tiefste Kaninchenloch im Angeln.

Das HandwerkHölzerne Wobbler schnitzen und lackieren, Gummiköder in Formen gießen, eigene Ruten wickeln und Vorfächer und Netze selbst knüpfen. Hinter jedem davon steht eine ganze Gemeinschaft, und einen Fisch auf einem selbstgebauten Köder zu fangen ist ein echter Meilenstein. Unsere Anleitungen zum Fliegenbinden und zum Rutenbau gehen bei den beiden größten Zweigen in die Tiefe.

Gut zu wissenFang mit einem einfachen hölzernen Popper oder einem selbst gebundenen Vorfach an - ein Abend, einfaches Werkzeug. Es gibt hier inzwischen vollständige Anleitungen zum Schnitzen hölzerner Köder und zu Netzen, Knoten und Tauwerk.

Daraus entstehen: Hölzerne Wobbler, gegossene Gummiköder, individuelle Ruten, handgeknüpfte Netze und Vorfächer.

Leitfaden zum Holzköderbau →
Die Tradition des Uferessens

Die Tradition des Uferessens

Weniger ein Handwerk als ein Ritual - aber es gehört auf diese Seite.

Das HandwerkDie alte Tradition der Guides: den Fang des Morgens auf einem Brett filetieren, ihn in einer gusseisernen Pfanne am Ufer braten und ihn wenige Schritte von dem Wasser entfernt essen, aus dem er kam. Unsere Koch-Leitfäden decken die Seite der Lebensmittelsicherheit ab; die handwerkliche Seite ist, sich eine eigene Uferküchen-Kiste zu bauen - Pfanne, Öl, gewürztes Mehl, Wender, alles in einer Kiste.

Gut zu wissenKenn die Verzehrempfehlungen für das Gewässer, das du befischst - die Koch-Leitfäden behandeln das ordentlich.

Daraus entstehen: Eine gepackte Uferküchen-Kiste, ein geschnitztes Filetierbrett, Rezepte fürs Lagerfeuer.

Den Fang kochen →

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